Wiener Kaffeehauskultur: Tradition und besondere Kaffeehäuser entdecken

Elegante Vitrine mit traditionellen Wiener Torten und Gebäck in einem klassischen Kaffeehaus mit Marmorwänden

Eine Wiener Tradition mit Geschichte

Die Geschichte der Wiener Kaffeehauskultur reicht bis ins späte 17. Jahrhundert zurück. Das erste Wiener Kaffeehaus wurde von Deodato gegründet. Bereits 1720 legte das Kramersche Kaffeehaus am Graben Zeitungen für seine Gäste auf. Über die folgenden Jahrhunderte entwickelte sich das Kaffeehaus zu einem wichtigen gesellschaftlichen und kulturellen Treffpunkt der Stadt.

Seit 2011 ist die Wiener Kaffeehauskultur im österreichischen Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes eingetragen. Charakteristisch sind Marmortische, Thonetstühle, Logen, Zeitungstische und historische Details der Inneneinrichtung. Doch mindestens genauso wichtig ist die besondere Art, wie diese Räume genutzt werden: Das Wiener Kaffeehaus ist ein Ort zum Lesen, Diskutieren, Beobachten und Verweilen.

Gerade diese Verbindung aus Alltag und Kultur unterscheidet das Wiener Kaffeehaus von einem Ort, an dem man lediglich schnell einen Kaffee trinkt.

Süße Mehlspeise im Café Central in Wien mit Kaffee, Schlagobers und klassischer Kaffeehaus Atmosphäre

 

Demel: Wiener Zuckerbäckerkunst seit 1786

Nur wenige Schritte von der Hofburg entfernt liegt am Kohlmarkt der Demel. Seine Geschichte begann 1786, als Ludwig Dehne eine Confiserie am Michaelerplatz eröffnete. 1857 übernahm Christoph Demel den Betrieb, 1888 zog das Unternehmen an seinen heutigen Standort am Kohlmarkt.

Der Demel verbindet Wiener Kaffeehauskultur mit der Tradition der Hofzuckerbäckerei. Das historische Interieur und die kunstvoll gestalteten Auslagen gehören ebenso zum Erlebnis wie Torten, Mehlspeisen und österreichische Klassiker.

Wer die Kaffeekultur in Wien kennenlernen möchte, entdeckt hier vor allem ihre süße Seite. Gleichzeitig erzählt der Demel von der Zeit der Habsburgermonarchie und davon, wie eng Kulinarik, Handwerk und Wiener Stadtgeschichte miteinander verbunden sind.

Zubereitung einer süßen Mehlspeise im Café Demel in Wien mit Staubzucker und warmer Patisserie Atmosphäre

 

Café Sperl: Ein Kaffeehaus wie aus einer anderen Zeit

Das Café Sperl wurde 1880 erbaut und entwickelte sich zu einem Treffpunkt für Künstler, Musiker und andere Persönlichkeiten des Wiener Lebens. Ab 1895 traf sich hier die sogenannte Haagengesellschaft, aus deren Umfeld später die Wiener Secession hervorging.

Noch heute prägen klassische Kaffeehaustische, historische Möbel und Billardtische das Ambiente. Gerade deshalb eignet sich das Café Sperl besonders gut, um zu verstehen, warum das traditionelle Kaffeehaus in Wien nicht nur gastronomischer Betrieb, sondern auch gesellschaftlicher Raum ist.

Ein Kaffee, eine Zeitung oder eine Mehlspeise gehören hier ebenso dazu wie das bewusste Verweilen. Wer nach einem klassischen Wiener Kaffeehaus sucht, findet im Sperl eine Atmosphäre, in der viel von der ursprünglichen Kaffeehaustradition erhalten geblieben ist.

Kaffee im Café Sperl in Wien mit Wassergläsern, Zucker und klassischen Goldlöffeln auf einem Serviertablett

 

Café Landtmann: Kaffeehauskultur an der Wiener Ringstraße

1873 eröffnete Franz Landtmann das Café Landtmann. Damals befanden sich das Wiener Rathaus, die Universität und sogar die umliegenden Teile der Ringstraße teilweise noch im Bau. Später wurde das Kaffeehaus zum Treffpunkt für Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Gesellschaft.

Die bis heute erhaltene und denkmalgeschützte Innenausstattung geht wesentlich auf eine Neugestaltung im Jahr 1929 zurück. Historische Intarsien, Logen und klassische Kaffeehausmöbel prägen das Erscheinungsbild.

Gleichzeitig zeigt das Landtmann, dass Wiener Kaffeehauskultur keine reine Erinnerung an vergangene Zeiten sein muss. Jeden Mittwoch finden aktuell abends Live Musik und wechselnde musikalische Auftritte statt. Damit bleibt das Kaffeehaus auch heute ein Ort für Begegnung und Kultur.

Café Landtmann in Wien mit klassischem Kaffeehaus Interieur, warmem Licht und eleganten Sitznischen

 

Was bestellt man in einem Wiener Kaffeehaus?

Wer zum ersten Mal ein Kaffeehaus in Wien besucht, wird schnell feststellen, dass die Kaffeekarte ihre eigene Sprache hat. Statt einfach nur Kaffee zu bestellen, gehören Bezeichnungen wie Melange, Kleiner Brauner oder Großer Brauner zum Wiener Kaffeehausalltag.

Zur Wiener Kaffeekultur gehören aber ebenso die Mehlspeisen. Apfelstrudel, Guglhupf und verschiedene Torten finden sich in vielen traditionellen Häusern und machen den Kaffeehausbesuch zu einem kulinarischen Erlebnis.

Dabei gibt es keinen Grund zur Eile. Gerade das längere Sitzen, Lesen und Beobachten ist Teil jener Tradition, die das Wiener Kaffeehaus über Generationen geprägt hat.

Frühstück im Café Landtmann in Wien mit Kaffee, Gebäck, Saft, Käse und Wiener Kaffeehaus Atmosphäre

 

Wiener Kaffeehauskultur rund um Hotel THE LEO GRAND

Mitten in der historischen Innenstadt gelegen, ist Hotel THE LEO GRAND ein idealer Ausgangspunkt, um die Wiener Kaffeehauskultur zu entdecken. Vom Hotel führen kurze Spaziergänge durch den ersten Bezirk zu traditionsreichen Kaffeehäusern, historischen Gassen und Orten, an denen Wiener Kultur seit Jahrhunderten gelebt wird.

Besonders der nahe Stephansplatz, der Graben, der Kohlmarkt und die Umgebung der Hofburg lassen sich gut mit einem Kaffeehausbesuch verbinden. So wird die Suche nach besonderen Kaffeehäusern in Wien gleichzeitig zu einem Spaziergang durch die Geschichte der Stadt.

Nach einem Tag in Wien führt der Weg zurück ins Hotel THE LEO GRAND im Herzen der Innenstadt. Ein Aufenthalt lässt sich so ganz selbstverständlich mit jener Mischung aus Kultur, Genuss und Zeit zum Verweilen verbinden, die auch die Wiener Kaffeehauskultur auszeichnet.

 

Jetzt buchen